<BLAUVERSCHIEBUNG [1-10] internationales performancefestival LEIPZIG>



 
 Das Internationale Performancefestival Leipzig widmet sich auch in diesem Jahr wieder der ganzen Spannbreite von Performancekunst. In der Performancekunst finden sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Bereichen der darstellenden Kunst, der bildenden Kunst, der Literatur, Musik und Tanz, dabei bewahrt sie ihre spezielle Authentizität. Nach wie vor machen die spartenübergreifenden Tangenten und verschiedenen Präsentationsformen es schwierig, eine alles umfassende Definition zu geben. Aber vielleicht muss das auch nicht sein, sondern macht gerade deshalb diese Feld so geeignet für Experimente und ist ein Grund, warum sich diese Kunstform in den letzten Jahren gesteigerter Beliebtheit erfreut. Die Performancekunst als Freiheit und Freiraum für Künstler_in und Publikum, bei der es gleichberechtigt neben visuell und akustisch Greifbaren um das Gefühl geht.
Generell gilt, dass Zeit, Raum und Publikum die wesentlichen Komponenten sind. Dazu gehört das offene, oder hintergründige agieren mit den anwesenden Gästen vor Ort, beziehungsweise das Spiel mit deren Abwesenheit. Die Auswahl des Raumes, in der die Performance stattfindet, beziehungsweise die Auflösung dessen in einen öffentlichen Raum. Und die zeitliche Spanne der Aufführung, innerhalb von Sekunden vollzogen wird, beziehungsweise in Form eines ’duration pieces’ zwischen mehren Stunden, oder gar Tagen stattfindet. Performance kann kaum merklich unterbewusst zur Geltung kommen, oder fantastisch initiiert sein. Vor allem aber kann Performance kurz vor der eigentlichen Aufführung – je nach Situation – modifiziert werden, das Element des Spontanen und der Flüchtigkeit sind Wesentliche uns sie kommt zumeist ohne viel Hilfsmittel aus, beziehungsweise findet diese im profanen Raum. Und natürlich findet man für all diese Eingrenzungsversuche Performances, die nunmehr seit 5 Jahren in Leipzig präsentiert werden.
Neu im diesem Jahr ist das „Newcomer – Programm“ am Donnerstag, den 29. 11., wobei es hier keine Altergrenze gibt, sondern auf die Beschäftigungsdauer mit Performancekunst abzielt. Wie jedes Jahr wird das Festival von einem Theorieprogramm begleitet, in diesem Jahr werden am Freitag, den 30. 11. Dani Ploeger aus London und Samstag, den 1.12. Prof. Else Gabriel aus Berlin eine Einführung geben.